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Kurzsynopsis

Im August 1950 versinkt das blühende Südtiroler Dorf Graun mit allen Äckern und Feldern in den Fluten des Reschenstausees. Fast über Nacht werden die  Bewohner von ihren Höfen vertrieben und nur notdürftig abgegolten.
Heute, fast siebzig Jahre später, ist aus der Handvoll eilig errichteter Häuschen wieder ein kleines Dorf geworden. Trotzdem ist unter den Alten hier die Trauer um ihre verlorene Heimat immer noch groß, die Wunden heilen nur langsam und der See bleibt für sie ein Fremdkörper.
Die Jungen, die die Seestauung nur mehr aus Erzählungen kennen, befreien sich mit neuem Selbstbewußtsein aus der lähmenden Umklammerung der Kraftwerksgesellschaft und nutzen das schwierige Erbe für ihre Zwecke.
Ein beobachtender Dokumentarfilm, der auch den spannenden historischen Hintergrund erhellt, von Georg Lembergh und Hansjörg Stecher.

Synopsis

Von  der  Weltöffentlichkeit  unbemerkt,  spielt  sich  im  August  1950  auf  der  Südtiroler  Hochebene  des Reschenpasses eine menschliche Tragödie ab. Fast über Nacht wird das idyllisch gelegene Dorf Graun, durch ein von staatlicher Willkür und Profitdenken geprägtes Stauseeprojekt vollständig unter Wasser gesetzt. Ohnmächtig müssen die Bewohner mit ansehen, wie ihre Häuser gesprengt werden und alle Äcker, Wiesen und Felder im Stausee versinken. Nur mehr der  Kirchturm  von  Alt-Graun  ragt, einem Mahnmahl gleich, aus der Wasserwüste. Heute,  65  Jahre  später, steht das  neue  Graun  malerisch  über dem Seeufer.  Trotz der Postkartenidylle wollen die Wunden der Alten aber nur langsam heilen.
Der See ist für sie noch immer Sinnbild  für  erlittenes Unrecht.  Oft  fließen  Tränen,  wenn  sie  vom  alten  Dorf  erzählen,  und  nie  würden  sie mit  der „Hubertus“, dem  Ausflugsschiff, „über  ihre  alte  Heimat“ fahren,  wie  es  der  vertriebene  Grauner Alois Messmer im weit entfernten Nonstal auf den Punkt bringt. Mit der jungen Generation die die Seestauung nur mehr aus den Erzählungen der  Großeltern  kennt, bricht am See eine neue Zeit an.  Am Ufer des  Stausees  aufgewachsen,  nutzen  die Jungen den Reschensee  als Erholungsraum, Tourismuskapital oder als Abenteuerspielplatz. Allmählich  wagen sie sich an  die  vorsichtige  Vermarktung  der  einzigartigen  Vergangenheit  ihres  Dorfes.  Nach einem jahrelangen zähen „Stromstreit“ partizipiert die Gemeinde nun endlich  auch  wirtschaftlich  am  Stausee.  Lange  Zeit  als  Fremdkörper  betrachtet,  wird  der  Stausee  so  zur gelebten Realität. In diesem spannenden Zeitfenster, in dem die letzten Zeitzeugen noch am Leben sind und die Jungen schon zu  neuen  Ufern  aufbrechen,  spielt „Das  versunkene  Dorf“.
Eingebettet  in  einen  Spannungsbogen  zwischen gestern und heute geht der Film in berührender Weise den Fragen nach Heimat und Heimatverlust nach. Er beleuchtet  die  historisch  noch  kaum  aufgearbeiteten,  hochdramatischen  Umstände  der  Seestauung  und zeigt, welche Auswirkungen sie auf spätere Generationen hat.

Credits

Regie: Georg Lembergh
Kamera: Georg Lembergh
Historische Beratung & Recherche: Hansjörg Stecher
Ton: Martin Fliri, Patrick Bruttomesso, Simone Mo Pischl
Schnitt: Christin Gottscheber
Musik: Marco Annau
Tonmischung: Martin Fliri
Postproduktion: Bernhard Hochenauer
Produzenten: Hansjörg Stecher, Wilfried Gufler, Thomas Menghin
Produktion: Albolina Film

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